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Im Sommer 1904 begannen die Bauarbeiten der U-Bahn-Strecke von der damaligen Endstation Knie (heute Ernst-Reuter-Platz),  über den Bhf. Bismarckstr. (Heute "Deutsche-Oper", nicht zu verwechseln mit dem jetzigen Bhf. Bismarckstr.) bis zum Wilhelmplatz (dem heutigen Richard-Wagner-Platz). Sie ist im Mai 1906 fertig gestellt und als Verlängerung der Westlichen Stammstrecke vom Bhf. Potsdamer Platz (Gleisdreieck) für den Verkehr freigegeben worden.  Die im Bild noch fehlende Strecke nach Westend, ist erst 2 Jahre später, im März 1908, eröffnet worden.

                                                                                          

 

 

     Die Strecke mit den beiden Bahnhöfen 1906 

   (Kartenausschnitt aus Alt-Berliner Stadtplan-Archiv)

 

 

 

 

 

Der Name des damaligen Bhf. Bismarckstr. wird im Laufe der nächsten 70 Jahre mehrmals geändert.

Der Arbeitstitel während der Planung ist "Krumme Str.", zur Eröffnung dann  "Bismarckstr."  Im August 1929  geändert in "Städtische Oper (Bismarckstr.)", im August 1934  "Deutsches Opernhaus (Bismarckstr.)",  und im September 1961 dann in "Deutsche Oper (Bismarckstr.)". 1978, zur Eröffnung der U7 und des neuen Bhf. Bismarckstr. fiel dann der Zusatz (Bismarckstr.) weg, und der Bhf. erhielt seinen heute noch gültigen Namen "Deutsche Oper"  

                                    

                       

 

Bau des Bahnhofs Bismarckstr. (heute Deutsche Oper) Blick nach Westen.

Rechts auf dem Bild zu erkennen, die runde Tunnelröhre der heutigen U2 Richtung Ruhleben.

In der Mitte der 2-Gleisige Tunnel nach Wilhelmplatz, der dann über die Röhre nach rechts abzweigt.                         

 (aus Sammlung Mauruszat www.u-bahn-archiv.de)

 

 

               

 

     Alte Ansichtskarte von 1932.

Vorne die Bismarckstr. mit der im Krieg zerstörten   Oper, eingerahmt ganz rechts von der Krumme Str. und links die Spreestr. (Heute R.-Wagner-Str)

Links im Hintergrund zu erkennen der Turm des Rathaus Charlottenburg in dessen Nähe  sich der Bahnhof Wilhelmplatz befindet.

 

 

 

 

       

     

Richard-Wagner-Platz, Aufnahme von 1939, Blick Richtung Osten

 

Links die Spreestrasse (heute Wintersteinstrasse), rechts die damals noch in die Berliner Str. (heute Otto-Suhr-Allee) einmündende Scharrenstrasse (heute Schustehrusstrasse)                                      

 

 

      

Lageplan des U-Bahnhofs Richard-Wagner-Platz heute.

Das nun geschlossene Ende des alten Richard-Wagner-Tunnels ist auf der rechten Seite des Plans zu erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Tiefenlage ( 8,1 Meter unter Straßenniveau) des neu angelegten U-Bahnhofs, konnte unter dem Kreuzungsbereich Otto-Suhr-Allee / Richard-Wagner-Str. ein Zwischengeschoß mit 4 Zugängen angelegt werden.

 

 

 

 

 

 

Zum Vergleich die Lage des U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz bis zu seinem Abriss 1974

 

 

 

 

 

 

 

Der 600 Meter lange, zweigleisige Tunnel zwischen den beiden Bahnhöfen der alten U-Bahnlinie existiert noch von der ehemaligen 3-gleisigen Einfahrt am Richard-Wagner-Platz, bis zum Bhf. Deutsche-Oper.

Der Bahnhof Deutsche- Oper hat 2 Mittelbahnsteige mit 4 Gleisen, wobei die beiden äußeren für den Linienverkehr der U2 benutzt werden.

Die beiden Mittelgleise führen hinter dem Bahnhof Deutsche-Oper durch ein Ausfädelbauwerk in einer Rechtskurve, über das Richtungsgleis der U2 (Richtung heutigen Bhf. Bismarckstr), zum ehemaligen Bhf. Richard-Wagner-Platz.

Beim Bau der U7 und des neuen Bhf. Richard-Wagner-Platz wurde ein Verbindungstunnel angelegt, der Überführungsfahrten auf einem dieser Mittelgleise zwischen Klein- und Großprofil möglich machte.

                                                           

 

 

 

Blick aus dem Richard-Wagner-Tunnel in Richtung der Mittelbahnsteige des Bhf. Deutsche-Oper.

 

 

 

 

In der Rechtskurve, unter der Kreuzung Richard-Wagner-Str / Bismarckstr., trifft man an der linken Tunnelwand auf den ersten Notausstieg, quasi 100 Jahre alter Kontakt zur Oberfläche. Er ist in seinen Abmessungen sehr klein, und würde, wenn der Tunnel mit Passagieren noch betrieben würde, nicht mehr dem Sicherheitsstandart entsprechen.

                                                                                                               

                                   

  

 

       Kleiner Notausstieg von unten ....                                      

                                   

 

 

 

                                                                                       

 

 

   

    ... hier von oben (Blick Richtung Kreuzung Bismarckstr.)

 

 

 

 

200 Meter weiter ist (ebenfalls auf der linken Tunnelseite) der nächste Ausstieg. Dieser ist wesentlich größer und verdient schon eher die Bezeichnung "Notausstieg"

                                                                                                                     

 

 

                                Großer Notausstieg von unten ...... 

 

     

 

 

 

 

                                   

                                  

 

..... und hier von oben, in der Richard-Wagner-Str. auf dem Mittelstreifen zwischen Thrasoldstr. und Zillestr. gelegen

(Blick Richtung Bismarckstr)

 

 

 

 

 

Nach diesem Notstieg, ca. 100 m weiter, endet der Richard-Wagner-Tunnel. 

 

 

 

20´er Jahre, Richard-Wagner-Strasse (damals Spreestrasse), Ecke Wallstrasse (heute Zillestrasse). 

Blick Richtung Norden, im Hintergrund die Turmspitze des Rathaus Charlottenburg.

 

 

 

 

                             

 

 

Standpunkt dieses Bildes ist kurz vor der ehemaligen, 3-gleisigen Einfahrt in den alten Bahnhof Richard-Wagner-Platz.

 

 

 

 

 

Dieser wurde 1974 abgerissen, bzw. komplett zugeschüttet. Etwa 10 Meter hinter der auf dem Foto sichtbaren Wand befindet sich schon das Zwischengeschoss vom Südeingang des neuen Bahnhofs.

                                  

 

 

 

             Die beiden Südeingänge in Höhe der Haubachstr.

 

 

 

 

                               

 

 

 

Im Zwischengeschoss des Südeingangs, etwa auf gleichem Niveau mit den ehemaligen Bahnsteigen.

Blick auf die Wand, hinter der die Gleise der alten Strecke enden

 

 

 

 

                                

 

 

Umgedrehter Standpunkt zum oberen Bild mit Blick auf den Abgang zum neuen Bahnsteig.

Die Türen rechts und links führen in Anlagen, die mit dem alten Bahnhof aber nichts zu tun haben. 

 

 

 

 

                           

                      

 

Der alte Bahnhof Richard-Wagner-Platz war ein 3-gleisiger  Kopfbahnhof.

Rechts auf dem Bild der Mittelbahnsteig, im Vordergrund der  Seitenbahnsteig mit einem abfahrbereiten AI Kleinprofil - Triebwagen.

 

 

 

   (Quelle : "Tunnel, Gräben, Viadukte", P.Domke, M.Hoeft, Kulturbild-Verlag)

                                  

 

         

Ein Foto des alten Bahnhofs, hier kurz vor seiner Schließung im Mai 1970. 

Der Seitenbahnsteig war schon nicht mehr in Betrieb. Am Mittelbahnsteig steht ein A3L Doppeltriebwagen.

          

                                          

 

                      

                               

Der alte Bahnhof hatte 2 Zugänge, sehr nah zueinander, südlich der Otto-Suhr-Allee gelegen.

                                 

 

 

 

    Alte Postkarte von 1921.

                                             

 

 

 

 

 

 

   Alte Ansichtskarte mit den beiden Zugängen

 

 

           mit freundlicher Genehmigung von

                    www.otto-suhr-allee.info/osa/

 

 

 

                                   

 

 

 

     Alter Zugang, jetzt in der Otto-Suhr-Allee gelegen

 

 

 

 

                      

 

Blick in die Richard-Wagner-Str. Ecke Otto-Suhr-Allee mit den 2 Eingängen kurz vor ihrem Abriss.

Der auf dem Bild linke Zugang, wurde ca. 15 Meter weiter, um die Ecke versetzt. (Siehe oberes Bild)  

Gut auch zu erkennen, wie sich die Strasse vor den Eingängen verengt, um dann auf den breiteren Bürgersteigen die Eingänge aufzunehmen. 

      (Quelle: Berlins U-Bahnhöfe, J. Meyer-Kronthaler, Bebra-Verlag)

 

 

                                

 

 

Die selbe Stelle im Dezember 2004.

Die Richard-Wagner-Str. wurde an die schmalen Bürgersteige angepasst und der Mittelstreifen bis zur Kreuzung Otto-Suhr-Allee verlängert.

Dort wo die Eingänge waren, befindet sich jetzt zu beiden Seiten je eine 3-spurige Fahrbahn.

 

 

 

Der neue Bahnhof wurde ca. 4 Meter unter dem alten Bahnhof errichtet, der Bahnsteig befindet sich jetzt 8,1 Meter unter der Richard-Wagner-Str.

Diese tiefe Niveau des Bahnhofs hat zur Folge, dass die Unterführung der Spree in Richtung Mierendorffplatz ohne große Höhenunterschiede vonstatten gehen kann.

Kurz vor Ende des alten Tunnels zweigt nach rechts das Verbindungsgleis ab, parallel abwärts laufend zum Tunnel. Wenn man vom neuen Bahnhof Richard-Wagner-Platz in den Tunnel Richtung Mierendorffplatz schaut, sieht man diesen, unmittelbar von rechts kommend.

     weitere, tolle Bilder vom alten Bahnhofs bei André Loop